Nachtheueler - Geschichte

Nachtheueler Horw


Als in der Fasnachtshochburg Luzern noch kaum 10 Guggenmusigen den Winter austrieben, enstanden in Horw die bald legendären Nachtheueler. Auf Initiative des Turnvereins Horw wurde am 3. September 1959 unter dem damaligen Präsidenten Oskar Käslin, dem Vizepräsidenten Ruedi Huber, mit Turnern und Musikanten die erste Guggenmusig in Horw gegründet, um die Fasnacht und die Gemeinde zu beleben. Sie benannten sich in der Folge nach dem historischen Horwer Spitznamen "Nachtheueler". Die beiden Initianten Oskar Käslin und Ruedi Huber trafen sogleich die Vorbereitungen und konnten einige alte Blasinstrumente auftreiben. Die ersten Lärminstrumente wurden von den Oberschülern unter der Leitung von Lehrer Anton Amrein gebastelt. Nach der ersten Musikprobe zeigte sich, dass bei den Turnern zuwenig "führende Stimmen" da waren, und so beschloss man, aus der Feldmusik drei bis vier Musikanten zuzuziehen. Schlag 05:00 Uhr zog am Schmutzigen Donnerstag 1960 die erste Guggenmusig von Horw posaunend und lärmend durch die dunklen Dorfstrassen. Bald folgte ein ansehnlicher Harst von Kindern und Jugendlichen, zum Teil verkleidet, dem ungewohnten Treiben. Allen Teilnehmern der ersten Horwer Tagwache wurden auf der alten Hofmattstiege heisser Tee und ein Znünisack verabreicht, die vom Turnverein und der Marroni-Zunft Kastanienbaum, unter der Führung von Robert Sigrist, abgegeben wurden. In den folgenden Jahren spendeten die Bäcker die Mutschli und die Metzgermeister die Wurst zum Tee. Nach dem allseits gut aufgenommenen und gelungenen Start folgte der sofortige Beschluss zur Weiterführung. Die teilnehmenden Turner und Musikanten waren von der Idee begeistert und fanden so eine weitere Gelegenheit zum kameradschaftlichen Beisammensein.


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